PRESSE
Börniger hoffen auf Petrus´ Einsehen
 

30.05.06

Blau-Weiße empfangen heute am Stadtgarten den Oberligisten SC Westfalia zum Spiel des Jahres. Karkowski ohne Illusionen.

Sie haben das große Los gezogen, und jetzt spuckt ihnen Petrus feucht-fröhlich in die Suppe: Die Verantwortlichen von Blau-Weiß Börnig richten heute bange Blicke zum Himmel und beten, dass es halbwegs trocken bleibt. Denn nur dann kann das Pokalhalbfinale gegen Westfalia Herne halten, was sich die Börniger von ihm versprechen: Für die Spieler ein sportliches Higlight, für die Zuschauer ein Festtag und für die Vereinskasse eine stattliche Einnahme.

Beide Mannschaften sind übrigens derzeit heimatlos. Während die Börniger schon seit Monaten über Herner Anlagen tingeln, weil ihr Platz am Vossnacken auf Vordermann gebracht wird, wird im Stadion Strünkede derzeit in den Strafräumen und hinter einem Tor Rollrasen verlegt, damit die Klinsmänner sich bei der Vorbereitung auf das WM-Spiel gegen Polen am 13. Juni nicht die Füße vertreten.

Also müssen die heimischen Cracks heute auf "neutralem Boden" ihre Kräfte messen. Die Partie wird um 18.30 Uhr auf dem FC-Platz am Stadtgarten angepfiffen.

Börnigs scheidender Trainer Volker Karkowski gibt sich keinen Illusionen hin. "Es war schön, so weit gekommen zu sein. Aber das war´s auch", bemüht er erst gar nicht die angeblich so "anderen" Gesetze des Pokals. "Für uns geht es nur um Schadensbegrenzung. Die Frage wird sein, wann das erste Tor gegen uns fällt. Irgendwann wird es fallen."

Daran dürften auch die Alten Herren nichts ändern können, die seit Wochen den durch Sperren und Verletzungen ausgedünnten Kader verstärken. So wird Jörg Ruppert auch heute versuchen, "sein Törchen" zu machen, und Lars Moch, SCW-Urgestein und künftiger BW-Coach, will hinten aufräumen. Ob er es mit Erzen und El-Nounou oder mit Cetera und Yeboah zu tun bekommt, ändert wenig: Der SCW wird sich auf seinem tollen Pokal-Trip vom A-Ligisten gewiss kein Bein stellen lassen. Sonst würde Trainer Frank Schulz wohl ziemlich böse.

29.05.2006 Von Wolfgang Volmer
 

Quelle: WAZ Herne

 

 

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