PRESSE
Auf dem Zahnfleisch nach Hüls
 

10.05.06

Englische Wochen haben beim SC Westfalia Spuren hinterlassen. Trainer Schulz bemängelt fehlende Torgefahr seiner Mittelfeldspieler. Christian Hallerbach steht nach langer Pause vor seinem ersten Einsatz.

Mit Ingo Anderbrügge kam der Erfolg zurück. Seit der frühere Schalker am Badeweiher das Sagen hat, hat sich der VfB Hüls bekrabbelt und zu seiner üblichen Spielstärke zurück gefunden. Mit fünf Siegen in Folge haben sich die Marler aus der Gefahrenzone gearbeitet und liegen nun schon drei Punkte vor dem SC Westfalia auf dem siebten Platz. Eine anspruchsvolle Aufgabe also, die der SCW heute ab 18.45 Uhr im letzten Nachholspiel der Oberligasaison zu lösen hat.

Zumal die Schulz-Elf auf dem Zahnfleisch geht. "Nach den vielen Spielen sind meine Jungs alle ziemlich kaputt. Der Mannschaft fällt es schwer, das Tempo hochzuhalten", sieht der SCW-Coach die Probleme. "Wir haben eben eine kraftraubende Spielweise." Dennoch versucht er, die letzten Reserven herauszukitzeln. "Es hilft nichts. Wir wollen uns unsere gute Saison ja nicht kaputt machen und müssen sehen, dass wir in den letzten Spielen noch gegenhalten."

Allerdings warten auf den Aufsteiger noch hochkarätige Gegner. Wie der VfB Hüls, der mit Seyfullah Kalayci den Toptorjäger der Liga (20) aufbieten kann. Den wendigen, antrittsschnellen Kalayci füttert ein enorm spielfreudiges Mittelfeld mit den Ballzauberern Marco Schott und Kadir Mutluer. Auch die Viererabwehrkette ist mit dem Ex-Sodinger Andreas Kluy (rechts) und dem früheren Wanner Ercan Kacar (links) auf den Außenbahnen sehr offensiv besetzt.

Auf die Herner Abwehr kommt also einiges zu. Und ausgerechnet da drückt der Schuh. Kaup und Wienroth fehlen weiter, Seidel muss also trotz Prüfungsstress ran. Eventuell wird Christian Hallerbach nach gut halbjähriger Pause seinen Wiedereinstand geben, auch wenn er noch nicht bei hundert Prozent ist.

Als fast noch größeres Problem wertet Schulz aber die geringe Torgefährlichkeit seiner Mittelfeldspieler. "Das habe ich ihnen auch gesagt, aber nur Sürgit hat es umgesetzt. Makarchuk und Köse erarbeiten sich viel zu wenig Chancen." So lastet alle Verantwortung in Sachen Toreschießen auf dem angeschlagenen Sami El-Nounou und Michael Erzen.

09.05.2006 Von Wolfgang Volmer
 

Quelle: WAZ Herne

 

 

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