PRESSE
Achtbar aus der Affäre ziehen
 

04.05.06

SV Sodingen stehen vor der Partie gegen Westfalia Herne gerade einmal acht gesunde Spieler zur Verfügung. Frank Schulz setzt auf die Ausgeglichenheit seines Kaders.

Der SC Westfalia Herne hat in dieser Saison bereits eindrucksvoll gezeigt, wohin das führen kann. Die Mannschaft von Trainer Frank Schulz schaffte nach fast genau 27 Jahren wieder den Einzug in die 1. Hauptrunde des DFB-Pokals. Um das in der nächsten Spielzeit zu wiederholen, muss der Oberligist heute Abend aber zunächst einmal das Viertelfinale im Kreispokal überstehen. Um 18.30 Uhr treten die Strünkeder beim Lokalrivalen SV Sodingen im Glückauf-Stadion an.

Trotz des Heimvorteils nimmt der Verbandsligist dabei klar die Rolle des Außenseiters ein. Acht gesunde Spieler aus dem Kader der ersten Mannschaft stehen den Grün-Weißen derzeit zur Verfügung. Neben den Langzeitverletzten Wienroth, Kohlloeffel und Özgül ist heute auch an den Einsatz von Hodzic und Ballout kaum zu denken. Und Christian Hampel schlägt sich derzeit mit einer dicken Erkältung herum. "Wir haben schon die ganze Saison über die Seuche. Und im Augenblick ist die Lage wirklich katastrophal", erklärte der Spielertrainer, der für heute nur einen Wunsch hat: "Hoffentlich gibt es keine weiteren Verletzungen."

Der Pokal ist im Augenblick für den SVS nur zweitrangig, da am kommenden Sonntag beim TuS Erndtebrück das nächste Abstiegsduell auf dem Plan steht. "Diese Partie ist wesentlich wichtiger für uns. Die elf Leute, die gegen den SCW auf dem Platz stehen, sollen kämpfen, so lange es geht. Wir wollen uns wenigstens achtbar aus der Affäre ziehen", will Hampel zumindest eine Blamage vermeiden.

Westfalias Erfolgscoach Frank Schulz kann die heutige Aufgabe dagegen recht gelassen angehen, nimmt den Gegner aber nicht auf die leichte Schulter. "Der Einzug in den DFB-Pokal hat bei uns den Druck genommen. Für mich stellt sich derzeit die Aufgabe, die Mannschaft immer wieder neu zu motivieren. Es wird kein leichtes Spiel. Sodingen hat uns in der Vorbereitung geschlagen und auch gegen Oestrich gezeigt, dass die Mannschaft mit den Topteams der Liga mithalten kann", warnt Schulz vor Leichtfertigkeit.

Was die mögliche Aufstellung angeht, hält sich der Ex-Profi wie immer bedeckt. "Eine zweite Reihe gibt es bei uns nicht. Wir werden in Sodingen eine Mannschaft aufbieten, die hoffentlich gut genug ist", setzt Schulz auf die Ausgeglichenheit seines Kaders.

03.05.2006 Von Uwe Ross
 

Quelle: WAZ Herne

 

 

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