PRESSE
Leichtes Spiel an der Poststraße
 

11.03.06

Westfalia hat beim Spitzenreiter nichts zu verlieren. Frank Schulz kann aus dem Vollen schöpfen. Nur Hallerbach fehlt weiterhin.

Dankbarere Aufgaben gibt es kaum. Wenn Fußball-Oberligist SC Westfalia Herne morgen um 15 Uhr im gestern noch gut bespielbaren Stadion an der Poststraße beim Spitzenreiter SC Verl gastiert, kann er nur gewinnen. Denn der langjährige Regionalligist arbeitet unter völlig anderen Bedingungen als der Aufsteiger. Und dennoch fährt das Team von Frank Schulz nicht ins tiefste Ostwestfalen, um die Punkte kampflos abzuliefern. "Warum sollte da nicht ein Punkt drin sein, wenn wir wieder unseren Kampfgeist zeigen?", fragt sich nicht nur Hernes Co-Trainer Horst Bistrich.

Sein Chef Frank Schulz war gestern wegen eines Seminars nicht zu erreichen. "Die Mannschaft hat super trainiert und auch beim Test gegen Wattenscheid voll überzeugt", blickt Bistrich zufrieden zurück. "Vor allem unsere Neuzugänge haben sehr gut gespielt und gezeigt, dass sie echte Alternativen sind."

Einer der drei Neuen, Arben Tahiri, hat sich längst ins Team gespielt. Mit seiner Athletik und Zweikampfstärke füllt er das Vakuum gut aus, das Christian Hallerbach hinterlassen hat. Dessen Probleme sind immer noch nicht völlig behoben. "Der Haller kommt nächste Woche noch mal in die Röhre, vielleicht wissen wir dann mehr", hofft Bistrich.

Adrian Cetera und Anthony Yeboah, die neuen Stürmer, werden sich hingegen weiter gedulden müssen. Zwar ist es ein Weilchen her, dass die Herner aus dem Feld getroffen haben, doch an Michael Erzen und Sami El-Nounou liegt das nicht. Beider Formkurve zeigte zuletzt nach oben, so dass sie auch morgen Schulz´ Vertrauen genießen dürften. Ohnehin rechnet Bistrich nicht mit großen Änderungen gegenüber dem Ahlen-Spiel.

Verl muss auf Wirbelwind Alex Schiller und den gesperrten Torwart Kalintas verzichten, doch hat Trainer Mario Ermisch genug Alternativen.

10.03.2006 Von Wolfgang Volmer
 

Quelle: WAZ Herne

 

 

© SC Westfalia 04 Herne e.V. 2006